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1952 - 1954

Unglaublich aber wahr - Eishockey in Wiesenau ab 1952

1950 wurde die Sektion Eishockey in Neuzelle gegründet. Ab 1952 wurde zuerst unter dem Namen Stahl Fürstenberg, später unter BSG Stahl Stalinstadt Eishockey gespielt.
Wiesenauer, die damals dabei waren: Dr. Waltz Dieter, Kramer Willibald, Kramer Wilfried, Schenk Manfred, Geller Manfred u.a. 

                                                                                                               
Es gab 3 Altersgruppen: Schüler, Jugend und Männer. Die Jugend und Männer waren der BSG Stahl angeschlossen. Die Schüler spielten unter dem Namen der Schule Wiesenau von 1952-60.
Die Ausrüstung der Spieler wurde zum einen Teil von den Spielern selbst zum anderen Teil vom DTSB finanziell getragen. Trainiert wurde nur im Winter, mangels Kunsteisflächen, auf dem Dorfteich oder auf zugefrorenen Flächen in den Oderwiesen.
Den größten Erfolg feierte die Mannschaft Stahl Fürstenberg 1952. Damals wurde sie Landesmeister und spielte in den Relegationsspielen um den Aufstieg in die DDR-Oberliga. Leider wurden die 4 Spiele verloren.
Ein weiteres Highlight war das Vergleichspiel gegen die, im Aufbau befindliche, bulgarische Nationalmannschaft. Endstand 12:2 für Bulgarien. 1964 wurde Eishockey mangels finanzieller Mittel aufgegeben.

zum Deutschen Turn- und Sportfest nach Leipzig 1954

Turnen hatte in Wiesenau den II. Weltkrieg „überlebt“. Maßgeblichen Anteil daran hatte, der 1950 aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrte, Paul Simmack Junior. Er und sein Vater turnten schon vor dem Krieg in Wiesenau.
Nach der Eröffnung der neuen Schule 1940 in der Dorfstraße wurde die ebenfalls eröffnete Turnhalle, heute die Aula, zum Sport treiben genutzt.
In dieser Halle gab es damals noch kein Parkett, sondern geölten Betonfussboden. Man versuchte dann in mühevoller Kleinarbeit das Öl aus dem Boden zu schrubben, weil es dort unnötig für Verschmutzung sorgte.
Die Ausstattung der Halle mit Sportgeräten war zur Eröffnung komplett, dass änderte sich dann durch den Krieg und seine unmittelbaren Folgen. Es mußten nach 1950 neue Geräte besorgt werden, so kam zum Beispiel der Barren über das Kraftwerk Finkenheerd und das Sprungpferd über die Schule.

Von 1950 bis 1958 leitete Paul Simmack die Turner, welche Anfangs nur aus Männern des Ortes bestand. Durch die Eigeninitiative der weiblichen Mitglieder des Sportvereins vergrößerte sich die Turnergruppe, bis dann sogar die Kinder wieder zum Turnen gingen und Turnerriegen gebildet werden mußten. Einmal die Woche abends wurden dann nur die Kinder trainiert, ebenfalls in Riegen, weil immer mehr als 20 Kinder anwesend waren. Wettkämpfe gab es allerdings nur für die Männer.

Bis 1954 eine Weisung vom DTSB Kreisvorstand beim Sportverein eintraf, wonach alle turnenden Mädchen und Frauen am Training in Stalinstadt teilnehmen sollten. Nach erfolgreichen Übungen ging es dann zum Turn- und Sportfest mit dem Zug nach Leipzig. Der Aufenthalt in Leipzig dauerte eine Woche. Jeden Tag wurde das Programm eingeübt bis Freitag dann die Generalprobe und Samstag die Hauptveranstaltung stattfanden. 1969 ging es dann noch mal nach Leipzig ...

Sportfreund Simmack übernahm dann 1958 die Gaststätte Gesellschaftshaus, hatte dann mit einer schweren Krankheit zu kämpfen, so dass er als aktiver Sportler in Wiesenau nicht mehr tätig werden konnte. Er war aber 20 Jahre Mitglied der Kreisrevisionskommission des DTSB und war 8 Jahre ihr Vorsitzender.     

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