110 Jahre SG Wiesenau 03

Im Gründungsjahr 1903 beschlossen erstmals Einwohner von Wiesenau, dem damaligen Krebsjauche, organisiert Sport zu treiben. Es wurde der Männerturnverein MTV Krebsjauche gegründet. Der Sportplatz war damals an der Sandstraße gelegen.

1911 gründete sich der Arbeiter- und Athletenklub Krebsjauche, in dem sich auch die Sportler des MTV vereinigten. Daraus ging 1922 der Ringer- und Sportverein Wiesenau hervor. Die üblichen Sportarten waren zu dieser Zeit Ringen, Gewichtheben und Boxen.

Das älteste erhaltene Foto entstand anlässlich des 25jährigen Bestehens des MTV und lässt so auf das Gründungsjahr 1903 schließen.

In den frühen 30er Jahren kam dann auch erstmals der Ball mit ins Spiel. Es wurde eine Handballmannschaft gegründet. Parallel dazu wurde auch schon Fußball gespielt.

Wie überall brach auch in Wiesenau das sportliche Geschehen während des zweiten Weltkrieges völlig zusammen.

Aber man ließ sich in Wiesenau auch durch die schwere Zeit nach dem Krieg nicht entmutigen. Und so wurde 1948 im „Alten Förster“ mit 32 Mitgliedern die SG Adler Wiesenau gegründet. Die Spieler der Wiesenauer Fußballmannschaft traten damals in grünen gestrickten Jerseys und schwarzen Hosen an. 1949/50 konnte in der II. Kreisklasse die ersten Meisterehren errungen werden. Während der „Adler“ politisch motiviert aus dem Vereinsnamen verschwand kann man sich aber die Urkunden im Vereinsheim immer noch ansehen.

Zu dieser Zeit begann man sich aber auch verstärkt Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen des Dorfes zu kümmern. Lohn waren hier Spass und sportliche Erfolge. So spielten besispielsweise unsere jungen Fußballspieler in der Jugendsonderklasse.

Aber es wurde nicht nur Fußball gespielt in Wiesenau. 1950 kehrte man zu seinen Wurzeln zurück und gründete die Sektion Turnen und Gymnastik.

1959 wurde dann eine Sektion Wandern- und Touristik gegründet.

1964 erfolgte die Gründung der Sektion Pferdesport, die dann zur Wendezeit verschwand, in den 2000er Jahren auf initiative engagierter Reitsportler wieder auflebte.

Dazu kamen im Laufe der Zeit weitere Möglichkeiten sich freizeitmäßig sportlich zu betätigen. Genannt seien hier insbesondere Volleyball, aber auch Tischtennis und ganz aktuell auch Bowling.

1989/90 entstand auf dem Sportplatz das Vereingebäude in seiner heutigen Form.    

Nach der politischen Wende 1990 gründeten Wiesenauer Sportler die heutige SG Wiesenau 03.

1991 konnte unser Rasenplatz eröffnet werden, der dann 1992 um einen Kinder bzw. Trainingsrasenplatz erweitert werden konnte.

Anfang der 2000er Jahre wurde die Idee eines Kunstrasenplatzes geboren. 2007 konnte dieser dann offiziell zum Spielbetrieb übergeben werden.

Aus einer Faninitiative, um nicht „Schnapsidee“ sagen zu müssen heraus wurde im Jahr 2007 die Statue eines Adlers auf dem Sportplatz enthüllt. Diese widmeten wir unserem verstorbenen Präsidenten Axel Marggraf . Diese Statue ist auch Ausdruck des Engagements unserer Mitglieder, früher und heute.

Auch sportlich gingen wir mit der Zeit und entwickelten uns weiter. So begann 2010 die Zusammenarbeit mit Turbine Finkenheerd im Nachwuchsbereich Fußball.

2011 wurde dann zusammen mit Turbine Finkenheerd und Blau Weiß Ziltendorf die Nachwuchsspielgemeinschaft FWZ Oderkicker gegründet. Ziel war es hierbei, den Kindern der drei Orte hier die Möglichkeit zu bieten weiterhin Sport zu treiben. Lohn sind auch hier sportliche Erfolge und auch ein weiterer Zulauf von Nachwuchssportlern. Auch fragt heute kaum noch einer „ Was, FWZ wer???“

Im August 2012 war im Beisein aller an diesem Projekt Beteiligten der Spatenstich für den Bau unseres neuen Rasenplatzes, der zur Saison 2013/2014 für den offiziellen Spielbetrieb übergeben werden kann.

Was uns über all die Jahre hinweg immer begleitet hat sind unsere Vereinsfeiern. So konnte die Tradition des Sportlerballs beibehalten werden und wird auch seit Jahren für unsere verdienten Veteranen ein Seniorenempfang zum Neujahr gestaltet.

Wir möchten hier aber auch die Möglichkeit nutzen, uns im Namen des Vorstandes der SG Wiesenau bei allen unseren Mitgliedern für ihr Engagement und ihr Herzblut zu bedanken, ohne das ein solch vielfältiges Vereinsleben und auch die geschilderte Entwicklung niemals möglich gewesen wäre. Danke möchten wir auch unseren Sponsoren für ihre Unterstützung, sowie der Gemeinde- und Amtsverwaltung für die gute partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Unsere Sponsoren